Freitag, 4. Mai 2012

117 Abiturienten im Landkreis zelebrierten letzten Schultag - thueringer-allgemeine.de

117 Abiturienten im Landkreis zelebrierten letzten Schultag

  • Abschlussfoto nach einem tollen Programm der Abiturienten an ihrem letzten Schultag am Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda. Sie gestalteten gemeinsam eine super Show - angefangen beim Kapitän bis zu den Sexy Sailors. Fotos: Peter Hansen Abschlussfoto nach einem tollen Programm der Abiturienten an ihrem letzten Schultag am Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda. Sie gestalteten gemeinsam eine super Show - angefangen beim Kapitän bis zu den Sexy Sailors. Fotos: Peter Hansen

Während es in Sömmerda mit der ABIida auf Weltreise ging, warnte man in Kölleda vor der ABI-Kalypse. In Gebesee fiel der Trubel diesmal etwas kleiner aus.

Mit der ABIida auf hoher See

Als die Möwen kreischten und das Nebelhorn dröhnte, stachen 56 Abiturienten mit der "ABIida" in See, um dort bei Musik, Tanz und guter Unterhaltung eine tolle Zeit zu verbringen. Mit dabei waren in der passend dekorierten Turnhalle ein paar hundert Mitschüler sowie die Lehrer.

Julia Trautmann als Chefin der Piraten, Daniel Rohloff als Kapitän und Florian Weber als Kreuzfahrtdirektor führten gekonnt durch das fast zweistündige Programm, bei dem es viele Höhepunkte gab. Das Publikum sparte nicht mit Beifall, u. a. für den Strip der "Männer aus dem Maschinenraum", Lehrerin Elke Zepter als Flossen-Läuferin, Direx Wolfgang John als Zweitplatzierter beim Schnellrechnen und Lehrer Holger Schröder, "in dessen Adern Drachenblut fließt". Und der wie Leonardo DiCaprio in der berühmten "Titanic"-Szene mit einer Puppe (statt Kate Winslet) am Bug der "ABIida" seine Rose umarmt, während sie ihre Arme ausbreitet um zu fliegen. In solchen Augenblicken ist zumeist vergessen, was alles in einem zwölfjährigen Schülerleben nicht so schön war.

An ihrem letzten Schultag sagten sie Schulleitung, Klassenlehrer und Kursleiter danke. Während des Spiels "ABIida - Die Traumcrew geht von Board" schickten die 12er die 11er auf Schatzsuche. Sie fanden das "Buch des Wissens" und gestalten 2013 die Show.

ABI-Kalypse mit Spaß

Alles andere als Weltuntergangsstimmung verbreiteten die Abiturienten des Prof.-Hofmann-Gymnasiums. Aus der Apokalypse, wie sie vermeintlich eine Maya-Handschrift für den 21. Dezember voraussagt, machten die 35 Zwölftklässler kurzerhand eine "ABI-Kalypse" unter anderem mit Spiel, Tanz und Gesang. In der Turnhalle des Gymnasiums - die für solche Zwecke gern genutzte Schuleingangstreppe ist leider noch nicht ganz fertig - wurde der Himmel blau, als Luzie Bauer und Madleen Schmidt den gleichnamigen Titel der "Ärzte" interpretierten. Im sportlichen Wettstreit Schüler gegen Lehrer siegte das auserkorene Elfer-Duo knapp.

Für viel Beifall sorgten die Lehrer-"Double" Michael Halm, Phillip Schröter, Robin Remus und vor allem Peter Gundermann. Er schlüpfte in die Rolle von Wirtschaft/Recht- sowie Sozialkundelehrer Wolfgang Becker. Ihren Lehrer - es ist sein letztes Schuljahr am Gymnasium - verabschiedeten die Zwölfer mit extra Applaus.

Der Hallenboden wurde zum Tanzparkett, als die Abiturienten ihre Choreografien zeigten und nach dem Abschlusstitel rollte bei der einen oder anderen der Zwölfer-Damen sogar manche Träne, da die Kurse bald auseinandergehen.

Kleine Präsente hatten die Zwölfer unter anderem für Kursleiter, Oberstufenleiterin und den Schulleiter parat.

Abschied ohne tolle Party

Den Zwölftklässlern in Gebesee fehlte in diesem Jahr zum ersten Mal der Platz für eine tolle Fete zum Abschluss der Schulzeit. Deshalb feierten die 26 Zwölfer ihren letzten Schultag mehr unter sich. Ein bisschen trauerten die Schulabgänger außerdem um die kürzlich abgerissene alte Turnhalle, in der Generationen vor ihnen zum Abschied von der "Penne" aufwändige Programme gezeigt und Lehrer bei manchen lustigen Spielchen auf die Schippe genommen hatten. Das fiel in diesem Jahr alles flach.

"So richtig Stimmung, etwas für den letzten Schultag auf die Beine zu stellen, war gar nicht aufgekommen", erklärte Kevin Hirschfeld aus der 12/2. Trotzdem ließen er und die anderen Zwölfer sich den Spaß nicht nehmen, am Morgen Hindernisse vor die Schulpforte zu bauen und Mitschüler mit Lippenstift zu verzieren.

Immerhin durften sich die Zwölftklässler gemeinsam im Kunstraum verewigen. Ganz im Sinne ihres Mottos "Teamwork ist alles - das Team ist der Star" bleiben ihre Namen und Umrisse hier als Wandbild für Jahre erhalten. Vor ihrem großflächigen Werk, das erst am Vortag beim Auftakt für eine Party fertig geworden war, erhielten die Künstler gestern ihre Zeugnisse. Und sofort danach, so schworen alle, würden sie sich auf die Lehrbücher stürzen und für die Prüfungen in der kommenden Woche büffeln.

02.05.12

Letzter Schultag am Albert-Schweitzer-Gymnasiums Sömmerda

"ABIida - Die Traumcrew geht von Bord" heißt es am letzten Schultag für 56 Abiturienten des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Sömmerda am 2. Mai. Für ihre Mitschüler und Lehrer boten die jungen Leute in der Turnhalle der Schule ein zweistündigens, tolles Programm, bei dem alle Mitwirkenden ihren großen Auftritt bei Spielen, Tänzen, einem Kunstduell und anderem mehr hatten.

Durch das Programm führten Piratin Julia Trautmann, Kapitän Daniel Rohdorff und Kreuzfahrtdirektor Florian Weber. Für die große Reise ins Leben stehen jetzt aber noch die Prüfungen. Foto: Peter Hansen

02.05.12 / TA

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Samstag, 21. April 2012

Die Kleinste war die Beste - Treuenbrietzener Grundschülerin siegt bei Englisch-Olympiade des Kreises - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg



Die Kleinste war die Beste

Treuenbrietzener Grundschülerin siegt bei Englisch-Olympiade des Kreises

FICHTENWALDE - Annette Ranneberg strahlte am Donnerstag nach Verkündung der Ergebnisse für die sechste Englisch-Olympiade des Kreises Potsdam-Mittelmark: Ihre Schülerin Alina Kwasnicki von der Treuenbrietzener Grundschule „Albert-Schweitzer" hat von 60 möglichen Punkten 56,5 erreicht. Damit war ihr der Sieg beim „English Champion Competition" in Fichtenwalde sicher. Sie hatte harte Konkurrenz. Insgesamt 26 Schüler aus acht Grundschulen des Kreises nahmen am Wettbewerb teil.


Mittwoch, 11. April 2012

Lokale Nachrichten aus Crailsheim und Umgebung | Südwest Presse Online

Foto aus dem Pressebeitrag

Schüler sehen Afrika jetzt mit anderen Augen Kennerin des Schwarzen Kontinents zu Gast am Albert-Schweitzer-Gymnasium

Kann man sich vorstellen, dass man vor dem Schulunterricht eine Stunde auf einem Feld arbeiten muss - oder dass in einer Klasse 80 Schüler ohne Bücher und Hefte den Unterrichtsstoff auswendig lernen?
Für die Schüler der 7. Klassen am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim ist eine solche Vorstellung schwierig. Aber so ist der Alltag in Afrika, genauer gesagt in Benin/Westafrika. Dort lebt seit 20 Jahren Astrid Toda, die einen ganzen Vormittag in drei Klassen zu Besuch war und über Afrika erzählte. Dabei will Astrid Toda vor allem vermitteln, dass wir nicht alles, was wir über Afrika hören, sehen oder lesen, unkritisch übernehmen dürfen. Sie forderte die Schüler auf, zu hinterfragen und nach den Hintergründen zu forschen.
Am Anfang der Stunde zählten die Schüler auf, was sie mit Afrika verbinden: Hungersnot, Dürrekatastrophen, Armut, Kinder mit dicken Bäuchen, Voodoo, Safari, Wüste. Die negativen Bilder überwiegen, aber Afrika ist weit mehr. Afrika ist bunt und sehr vielfältig, wie schon die Landkarte aus vielen verschiedenen Stoffen zeigt, die an der Tafel hing. Der Kontinent hat eine Vielzahl an unterschiedlichen Landschaften, Klimagebieten, Völkern, Sprachen, Kulturen, Religionen, Pflanzen und Tieren. Zu jedem Stichwort konnte Astrid Toda den Schülern viel erzählen und sehr anschaulich Zusammenhänge und Hintergründe deutlich machen.Spendenaufrufe für Afrika gibt es immer wieder. Gemeinsam mit den Schülern wurde einer, der vor Kurzem erschien, kritisch gelesen. Als Ursachen für eine drohende Hungersnot wurden dabei Kriege und fehlender Regen genannt. Doch die wirkliche Ursache sah anders aus. Der Preis für Benzin in den Ländern, die keine eigenen Rohölvorkommen besitzen, ist gestiegen. Wegen hoher Transportkosten können die Lebensmittel kaum zu den Märkten der betroffenen Gebiete gebracht werden. Hilfsaktionen nach europäischem Muster (Lebensmitteltransporte aus Europa) sind auf Dauer wenig hilfreich für Afrika und die Menschen dort. Es ist sinnvoller, durch Geldspenden den Transport der Lebensmittel im betroffenen Land oder aus den Nachbarländern zu ermöglichen. Damit wird die Wirtschaft in den afrikanischen Ländern nicht kaputt gemacht.
Bilder, die zeigten, wie ein dreijähriges Kind schon mit einer Hacke im Schulgarten arbeitet, wie man sehr großen Wert auf Höflichkeit legt, was für Kleidung und Haarschmuck getragen werden, wie der Schlafplatz und die Kochecke aussehen, woher das Wasser kommt, welche Pflanzen es gibt und wie es dort in der Schule ist, veranschaulichten das tägliche Leben in Benin und machten es für die Schüler lebendig. Kinder in Afrika freuen sich, in die Schule gehen zu dürfen. Manche sammeln und verkaufen Brennholz, um Hefte kaufen zu können. Hierin liegt ein großer Unterschied zu den Kindern in Europa, die eher das Gefühl haben, in die Schule gehen zu müssen. Selbst in Klassen mit bis zu 80 Schülern ist in einer beninischen Dorfschule konzentriertes Lernen möglich.
Um diese Situation und damit die Zukunft der Kinder in Benin zu verbessern, hat Astrid Toda ein Projekt ins Leben gerufen, das Gemeinden vor Ort darin unterstützt, eigene Schulen zu bauen (www.entwicklungshilfe-westafrika.de).Seit einigen Jahren hat die SMV des ASG eine Patenschaft für Noelie, ein kleines Mädchen aus Burkina Faso, übernommen. Mit den regelmäßigen Geldspenden werden die bei den Großeltern lebende Noelie und die ganze Gemeinde unterstützt - ganz im Sinne von Albert Schweitzer, der schon 1913 in seinem Urwaldkrankenhaus in Lambarene den Menschen geholfen hat; denn auch er hat die Menschen Afrikas mit anderen Augen gesehen, anders als viele seiner Zeitgenossen.


Sonntag, 8. April 2012

Moers: Schüler sind begeistert von neuer Albert-Schweitzer-Schule - Pressemeldungen und Nachrichten aus NRW


Moers: Schüler sind begeistert von neuer Albert-Schweitzer-Schule

Pressemeldung vom 2. April, 2012, 3:56 pm
Mit einem tollen Programm überraschten die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule ihre Gäste zur Einweihung der Bildungseinrichtung am Donnerstag, 29. März. MitMusik, einer witzigen Theaterfassung von "Schneewittchen" und Tanz gaben die Kids einen Einblick, was in ihnen steckt. Bürgermeister Norbert Ballhaus freute sich über die gelungene Sanierung und würdigte den Einsatz der Beteiligten. "Der Namensgeber Albert Schweitzer hat einmal gesagt: 'Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.' Hier haben viele Menschen etwas Gutes hinausgegeben und diese schöne Schule geschaffen. Was zudem bleibt, ist die gute Bildung der Kinder", so das Stadtoberhaupt.
Stadt hat 5,4 Millionen Euro investiert
Die PRO:SA Projektgesellschaft Schulsanierung Moers mbH hatte seit Baubeginn im Juli 2010 umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt. Unter anderem ist eine neu Mensa entstanden und Unterrichtseinheiten mit Klassen- und Gruppenräumen. Die Schule ist komplett barrierefrei erreichbar. Die Zeiten, in denen die Schüler im Keller Tischtennis spielen mussten, sind nun vorbei. Dies ist jetzt in hellen, neuen Räumen möglich. Rund 5,4 Millionen Euro hat die Stadt in das Projekt investiert. Rund 154 Kinder und Jugendliche besuchen zurzeit die Schule.
Schüler achten auf Sauberkeit
Schulleiter Michael Becker bedankte sich bei allen Beteiligten und erläuterte, dass die Kinder sehr darauf achten, dass alles sauber und unversehrt bleibt. Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen, Primarstufe und Sekundarstufe I sowie Sprache (Primarstufe). Die Abteilung Lernen in der Königsberger Straße 23 wird als Ganztagsschule, die Abteilung Sprache als Halbtagsschule (Dependance Eicker Grund 86 – 88) geführt. Zusätzlich läuft der Modellversuch Inklusion im Rahmen eines Kompetenzzentrums in Zusammenarbeit mit fünf Moerser Grundschulen als Schwerpunktschulen. Hinzu kommen 73 Kinder der Klassen 1 bis 4, die in den Schwerpunktschulen unterrichtet und vom Kompetenzzentrum gefördert werden.

Mittwoch, 4. April 2012

Moers: Schüler sind begeistert von neuer Albert-Schweitzer-Schule - Pressemeldungen und Nachrichten aus NRW


Moers: Schüler sind begeistert von neuer Albert-Schweitzer-Schule

Pressemeldung vom 2. April, 2012, 3:56 pm

Mit einem tollen Programm überraschten die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule ihre Gäste zur Einweihung der Bildungseinrichtung am Donnerstag, 29. März. MitMusik, einer witzigen Theaterfassung von "Schneewittchen" und Tanz gaben die Kids einen Einblick, was in ihnen steckt. Bürgermeister Norbert Ballhaus freute sich über die gelungene Sanierung und würdigte den Einsatz der Beteiligten. "Der Namensgeber Albert Schweitzer hat einmal gesagt: 'Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.' Hier haben viele Menschen etwas Gutes hinausgegeben und diese schöne Schule geschaffen. Was zudem bleibt, ist die gute Bildung der Kinder", so das Stadtoberhaupt.

Stadt hat 5,4 Millionen Euro investiert

Die PRO:SA Projektgesellschaft Schulsanierung Moers mbH hatte seit Baubeginn im Juli 2010 umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt. Unter anderem ist eine neu Mensa entstanden und Unterrichtseinheiten mit Klassen- und Gruppenräumen. Die Schule ist komplett barrierefrei erreichbar. Die Zeiten, in denen die Schüler im Keller Tischtennis spielen mussten, sind nun vorbei. Dies ist jetzt in hellen, neuen Räumen möglich. Rund 5,4 Millionen Euro hat die Stadt in das Projekt investiert. Rund 154 Kinder und Jugendliche besuchen zurzeit die Schule.

Schüler achten auf Sauberkeit

Schulleiter Michael Becker bedankte sich bei allen Beteiligten und erläuterte, dass die Kinder sehr darauf achten, dass alles sauber und unversehrt bleibt. Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen, Primarstufe und Sekundarstufe I sowie Sprache (Primarstufe). Die Abteilung Lernen in der Königsberger Straße 23 wird als Ganztagsschule, die Abteilung Sprache als Halbtagsschule (Dependance Eicker Grund 86 – 88) geführt. Zusätzlich läuft der Modellversuch Inklusion im Rahmen eines Kompetenzzentrums in Zusammenarbeit mit fünf Moerser Grundschulen als Schwerpunktschulen. Hinzu kommen 73 Kinder der Klassen 1 bis 4, die in den Schwerpunktschulen unterrichtet und vom Kompetenzzentrum gefördert werden.


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Donnerstag, 29. März 2012

Gewaltfreies Lernen

From Evernote:

Gewaltfreies Lernen


Hier der Beitrag

Bärenstimme und Bohrerblick

Viersen (RP). "Gewaltfrei Lernen" heißt es an der Albert-Schweitzer-Schule in Viersen. Sie ist die zweite Grundschule im Kreis Viersen, die das Gewaltpräventions-Projekt nutzt. Für alle 190 Schüler gab es speziellen Unterricht, aber auch im Alltag soll das Wissen angewendet werden.
"Wie heißen unsere drei Waffen?", möchte Brigitte Hüpgen-Schüürmann, Grundschullehrerin der Viersener Albert-Schweitzer-Schule, von den 23 Schülern der Klasse 2 b wissen. Die Finger der Kinder, die in der Turnhalle im Kreis um sie herum sitzen, fliegen in die Luft. "Stopphände", "Bärenstimme" und "Bohrerblick" schallt es ihr entgegen. Ein anerkennendes Nicken von Brigitte Hüpgen-Schüürmann folgt. Nach der Theorie geht es mit den praktischen Übungen los.
Kilian ist der Erste, der in die Haltung mit den vom Körper wegstreckenden Händen geht, Blickkontakt mit dem imaginären Gegner aufnimmt und mit kräftiger Stimme sagt: "Stopp! Lass mich in Ruhe!" Wieder Lob von der Lehrerin, denn der Achtjährige hat Stopphände, Bärenstimme und Bohrerblick sehr gut eingesetzt. Auch bei den anderen Grundschülern sitzen die "Waffen", mit denen eindeutig signalisiert wird: Das, was jemand anders gerade mit mir macht, ist nicht gewünscht.
Der Verein
Der Verein "Gewaltfrei lernen" richtet sich mit seinem gleichnamigen Projekt an die Klassen eins bis zwölf. Das Angebot ist dem Alter der Schüler angepasst. Die Initiatoren Sybille Wanders und Oliver Henneke führen mit ihrem Team, bestehend aus Erziehern, Lehrern, Diplom-Sportpädagogen und Sonderpädagogen in ganz Deutschland Anti-Konflikt-Trainings an Grundschulen und weiterbildenden Schulen durch. Internet:www.gewaltfreilernen.de
Unangenehmes unterbinden
In den vergangenen beiden Wochen lernten alle 190 Schüler der Grundschule das Gewaltpräventions-Projekt "Gewaltfrei lernen" kennen. Jede Klasse erhielt innerhalb von zwei Wochen je drei Doppelstunden Unterricht in Gewaltprävention. Dabei lernten die Schüler die sogenannten Waffen kennen, um Unangenehmes zu unterbinden, übten die drei Befreiungsgriffe, die aus dem Bereich der Selbstverteidigung kommen, erfuhren den coolen Umgang, wenn jemand anders sie beleidigt, und erhielten die Chance, die anderen besser kennen und verstehen zu lernen.
Aber nicht nur die Kinder lernten. Im Rahmen des Projektes gab es zwei Fortbildungen für die Lehrer und einen Elternabend, bei dem die Eltern nicht nur Theorie erfuhren, sondern auch mitmachen mussten. "Wir haben festgestellt, dass es den Kindern teilweise schwerfällt, sich richtig zu äußern. Sie erkennen Stimmungen und Signale der anderen nicht, reagieren nicht entsprechend, und schon kommt es zu einem Missverständnis", sagt die kommissarische Schulleiterin Andrea Leuf. Die Folge: eine angespannte Atmosphäre, in der das Lernen nicht leicht fällt. Leuf kannte das Projekt "Gewaltfrei lernen" bereits und holte es mit Unterstützung des Fördervereins und der Unfallkasse NRW an die Albert-Schweitzer-Schule. 5300 Euro kostete das Angebot, wobei der Förderverein 2500 Euro der Kosten trug, die Unfallkasse NRW 2000 Euro übernahm und der Rest über den Posten Lehrerfortbildung abgedeckt wurde.
Das Ganze wird nun in den Schulalltag integriert. Einzelne Übungen werden im Unterricht wiederholt, und die Stoppregeln spielen eine große Rolle im Aufsichtsbereich. "Die Kinder lernen, damit Konflikte beim Spiel untereinander zu lösen. Sie geben nicht sofort die Verantwortung an einen Lehrer ab, wenn etwas nicht rund läuft. Sie lernen, Signale zu erkennen und Grenzen zu setzen. Veränderungen können wir schon spüren", sagt Leuf.

Freitag, 16. März 2012

Leuchttürme zur Inklusion - Pilotschulen werden besser ausgestattet /ALBERT SCHWEITZER SCHULE Treuenbrietzen hat sich beworben - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

Pilotschulen werden besser ausgestattet / Treuenbrietzen hat sich beworben


TREUENBRIETZEN - Direktor Kersten Höhne und sein Team der Grundschule „Albert-Schweitzer" in Treuenbrietzen treten die Flucht nach vorn an. Ende März möchte die Bildungsstätte den Zuschlag zum Pilotprojekt „Inklusion" erhalten. Ein entsprechender Antrag wurde im Dezember zudem aus den Grundschulen in Bad Belzig und Brück gestellt.
Nach dem Willen der Landesregierung sollen bei der „Inklusion" Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und sonderpädagogischem Bedarf in das allgemeine Bildungssystem einbezogen und Förderschulen abgeschafft werden. Die Pilotschulen sollen „als Leuchttürme" den Weg zum flächendeckenden Einsatz des Modells markieren. „Die übrigen arbeiten dennoch weiter an dem Ziel", sagte Schulrätin Heike Noll gestern. Doch erhalten Pilotschulen eine bessere Ausstattung mit Personal und Weiterbildung.
Treuenbrietzens Schulleiter Kersten Höhne sieht keine Alternative zur Bewerbung als Pilotschule. „Wir haben die Kinder mit entsprechenden Symptomen ja bereits hier", sagte er am Dienstagabend in der Sitzung des Sozial- und Ordnungsausschusses. Dort erhielt er Rückendeckung für die Bewerbung. Auch entsprechende Kinder müssten im Wohnort betreut, gefördert und nicht auf weite Wege zu Spezialschulen geschickt werden, so das Votum der Ausschussmitglieder. Schon jetzt weisen 16 Prozent der 320 Treuenbrietzener Grundschüler einen sonderpädagogischen Förderbedarf auf. Wenn die geplante Schließung heutiger Spezialschulen greift, rechnet Höhne mit einem nochmals höheren Bedarf. „Mit dem jetzigen Personal ist das nicht zu schaffen", sagt der Schulleiter. Schon jetzt gibt es 51 benachteiligte Kinder, vorwiegend mit der Diagnose Lernschwäche. „Sie werden nach gesonderten Lehrplänen betreut und in ihren Leistungen anders bewertet", sagte Kersten Höhne.
Vom Pilotprojekt verspricht er sich zusätzlich 60 Wochenstunden für sonderpädagogische Arbeit. Schon heute gibt es dort zwei Sonderpädagoginnen. Eine davon kam im Rahmen des Vorläuferprojektes „Auf dem Weg zur inklusiven Schule" ins Haus, an dem sich alle Grundschulen der Region beteiligt haben. Für Pilotschulen könnte zudem der Klassenteiler von derzeit 32 auf 23 Schüler gesenkt werden, sagte Höhne.
Er berichtete aber auch von Bedenken einiger Eltern und Pädagogen. Sie fürchten, dass das Augenmerk zu stark auf lernschwache Kinder gerichtet und eine Förderung der Spitzenschüler ausbleiben werde. Was den bei kleineren Klassen höheren Raumbedarf angeht, bleibt der Schulleiter gelassen: „Wir haben den Platz und rechnen künftig nur mit einer stabilen Zweizügigkeit", sagte er am Dienstag. Bei möglichen Zusatzkosten für Umbauten oder Lehrmaterial, die auf die Stadt als Schulträger zukommen könnten, sieht Kersten Höhne die Landespolitik in der Pflicht. Dafür gebe es „bei Gesprächen auf allen Ebenen, bis hin zur EU, gute Signale zur Absicherung der Kosten", sagte Schulrätin Heike Noll. (Von Thomas Wachs)
Im Sinne der Vereinten Nationen Nach den Plänen des Landes Brandenburg sollen Förderschulen mit bestimmten Schwerpunkten geschlossen und die Kinder in Regelschulen integriert werden.
Auf diese Weise will das Land der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gerecht werden.
Ab dem Schuljahr 2015/16 wird die „Schule für alle" schrittweise eingeführt, beginnend ab Klasse 1. Erst 2025/26 würde dann in allen zehn Klassenstufen diese Form des Unterrichts eingeführt sein.
Im Bereich des Schulamtes Brandenburg, zu dem die Kreise Potsdam-Mittelmark und Havelland sowie die Städte Potsdam und Brandenburg/ Havel gehören, werden 27 Pilotschulen entstehen.
Landesweit sind bis zu 90 Schulen für das dreijährige Modellprojekt im Gespräch.
Aus dem Fläming haben Bad Belzig, Brück und Treuenbrietzen Anträge eingereicht.